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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

26
August
2013
Nelson, Nelson Lakes and Punakaiki

Nachdem der Abel Tasman Track erfolgreich beendet war ging die Reise weiter in Richtung Nelson. Dort kamen wir ungefähr gegen 18 Uhr an, es wurde bereits dunkel und wir hatten noch keine Idee wo wir übernachten. Etwa eine halbe Stunde und ein paar zu hohe Preise später wurden wir dann fündig. Das Four Season Motel bot uns eine Unit um $150/Nacht inkl. Frühstück an, das sind $30/Person, ein akzeptabler Preis. Nach der ersten Dusche nach vier Tagen entschieden wir essen zu gehen um etwas Abwechslung in unser Camping-Essen zu bringen.

Am nächsten Tag erkundeten wir dann die Stadt. Nelson liegt im Norden der Südinsel und hat etwa 50.000 Einwohner. Die vielen Cafés, Restaurants und Bars zeigen, dass die Stadt auf Tourismus ausgelegt ist.
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Wir marschierten einige Stunden durch die Stadt und sahen uns die überschaubaren Sehenswürdigkeiten an. Neben der Christ Church Cathedral, einer Kirche die von 1925-1972 gebaut wurde (dürfte wohl ein verschlafenes kleines Städtchen sein…), gibt es hier auch den Mittelpunkt Neuseelands zu bewundern.
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Dazu Wikipedia: “Angeblich ist Nelson der geographische Mittelpunkt von Neuseeland. Praktischerweise soll dieser Punkt auf einem Hügel im Zentrum der Stadt liegen. Dieser Mittelpunkt war allerdings nur der Mittelpunkt, um frühe Landvermessungen durchzuführen. Der wahre geographische Mittelpunkt liegt tatsächlich in dichtem Gestrüpp eines Waldes auf der Spooner Range in der Nähe von Tapawera, 35 Kilometer südwestlich von Nelson.”
Das alles hat Nelson aber nicht davon abgehalten eine schmucklose Plakette auf besagtem Hügel zu platzieren.
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Nach einer weiteren Nacht in dem Motel, fuhr ich Gabe Samstagfrüh ins Stadtzentrum, wo er mit einem Bus zurück nach Christchurch fuhr, um am Montagmorgen nach Twizel aufbrechen zu können um zu fischen.
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Gemeinsam mit dem Rest der Gruppe fuhr ich in den Nelson Lake Nationalpark. Dieser liegt etwa eine Autostunde entfernt von Nelson. Dort angekommen erwartete uns der Lake Rotoiti mit einer wunderschönen Aussicht auf die umliegenden Gipfel. Um eine bessere Aussicht zu bekommen entschieden wir uns eine Wanderung zu den Parachute Rocks zu unternehmen. Im Besucherzentrum des Nationalparks ist die Zeit für diesen Track Hin und Retour mit fünf Stunden angegeben.

Nach etlichen Pausen erreichten wir ungefähr 2,5 Stunden später die 700 Meter höher gelegenen Parachute Rocks. Von dort aus konnten wir den Blick über den See hinaus auf die umliegenden schneebedeckten Gipfel und die Sonnendurchfluteten Ebenen werfen. Die Aussicht genießend aßen wir ein paar Sandwiches als das Wetter plötzlich zu drehen begann und dunkle Wolken aufzogen. Innerhalb von 15 Minuten waren die Umliegenden Gipfel kaum noch zu sehen und wir begannen mit dem Abstieg anstatt noch den Grat zu erklimmen.
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Nach nur etwas mehr als einer Stunde waren wir wieder beim Auto angekommen. Obwohl die Wolken weiterhin bedrohlich aussahen hatte es noch nicht geregnet. Nachdem wir uns umgezogen hatten machten wir uns auf den Weg in Richtung Punakaiki, an der Westküste.

Punakaiki ist etwa 2,5 Stunden vom Nelson Lakes Nationalpark entfernt. Die Straße dorthin ist größtenteils sehr kurvig und richtig interessant zu fahren. Unser Ziel war ein Campingplatz entlang des Highways, der uns nach Punakaiki führte. Dort angekommen mussten wir jedoch feststellen, dass dieser geschlossen war. Uns blieb also nichts anderes übrig, als einen anderen Ort zum Übernachten zu suchen.

Nach einiger Zeit fanden wir einen Parkplatz bei einem Nationalpark. Dieser Parkplatz schien beim “Hintereingang” des Parks zu sein. Es gab nirgendwo Schilder und auch die Straße dorthin sah nicht so aus, als ob sie auf Massentourismus ausgelegt wären. Wir schlugen also gleich am Parkplatz unser Zelt auf (Gabe nahm sein Zelt mit, wodurch wir nur noch mein 3-Mann Zelt und den Beifahrersitz zur Verfügung hatten.

Am Sonntag versuchten wir zuerst den Sandfliegen zu entkommen, packten unsere Sachen und fuhren in Richtung Punakaiki. Das Wetter hat sich entlang der Westküste ein bisschen verbessert. Punakaiki ist bekannt für seine “Pancake”-Rocks und für Blowholes.
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Um die Pancake Rocks zu sehen gibt es einen Spazierweg, der eine 20 minütige Runde entlang der Klippen ist. Nachdem wir den Weg absolvierten, fuhren wir weiter nach Greymouth, von wo aus die Reise weiter Richtung Osten durch den Arthur’s Pass nach Christchurch ging.
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In Arthur’s Pass stoppten wir bei einem Aussichtspunkt entlang der Strecke um dort Mittag zu essen. Dort waren wir jedoch nicht alleine. Ein paar Keas versuchten Gummiteile von unserem Auto zu knabbern. Nach einem ausgiebigen Stopp setzten wir unseren Weg fort bis zum Arthur’s Pass Village, wo wir eine letzten Stopp einlegten und ein Eis aßen, bevor es dann zurück nach Christchurch ging, wo wir gegen 17 Uhr ankamen.
Die erste Ferienwoche ist also bereits Geschichte, eine weitere liegt noch vor mir. Nach diesem kurzen Stopp in Christchurch, um alle Akkus, inklusive meine eigenen, aufzuladen und Wäsche zu waschen geht es dann weiter in Richtung Lake Tekapo und Mount Cook Nationalpark.
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