Meine Fotos sind übersiedelt!
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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

1
October
2013
Work, Work, Work and the Elections

Noch zwei Wochen Vorlesungen, dann eine Woche “Lernpause” und dann noch zwei Prüfungen. Nur noch etwas mehr als drei Wochen bleiben mir von meinem Semester in Neuseeland. Die meisten Semester vergehen relativ flott, schließlich ist immer etwas zu tun. Dieses Semester verging jedoch so schnell, dass ich kaum sagen kann wo die ganze Zeit geblieben ist. Ich dürfte die Zeit allerdings ganz gut genutzt haben, immerhin ist dies schon mein 25. Eintrag.

So wie sich das Semester dem Ende zuneigt, so steigt auch der Arbeitsaufwand. Letzte Woche gab es ein “Policy briefing document” abzugeben und einen Workshop für eine lokale NGO abzuhalten (dazu später mehr). Bis Ende nächster Woche muss ich noch eine Arbeit über den Hobbit-Disput und seine Folgen für den neuseeländischen Arbeitsmarkt schreiben, einen Personal Development Plan verfassen und eine Präsentation zum Thema “Ein Markt für Organe” halten.

Es gibt also noch einiges zu tun und aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle auch keine interessante Geschichte mit tollen Fotos von Abenteuern des letzten Wochenendes. Es wäre jedoch gelogen zu sagen, dass das der einzige Grund dafür ist. Ein mindestens genauso wichtiger Grund ist, dass einige meiner internationalen Freunde am Wochenende wieder eine Exkursion eines ihrer Kurse hatten. Die Wettervorhersage war auch furchtbar und so blieb ich in Christchurch und erledigte einiges für die Uni. Klingt langweilig. War es auch.

Interessanter war der Workshop, den ich gemeinsam mit meiner Gruppe von “Principles of Leadership”, für die lokale NGO Prisoner’s Aid abgehalten habe. Neben der Vermittlung von nicht immer 100%ig wissenschaftlich belegten Interventionen und Methoden aus dem Bereich der Positive Psychology, geht es in diesem Kurs auch darum, das Gelernte für die Gesellschaft einzusetzen. Im Vorfeld des Kurses wurden etliche NGOs angefragt, ob sie Interesse daran hätten, an einem von Studenten abgehaltenen Workshop teilzunehmen. Daraufhin konnten sie sich das Thema des Workshops aussuchen (im Rahmen dessen, was wir in dem Kurs gelernt hatten).

Nach einem Treffen mit der Leiterin der NGO, wurde eine Feinabstimmung der Inhalte vorgenommen und der Workshop vorbereitet. Letzten Mittwoch war es dann soweit, ein Seminarraum war gebucht, die Präsentation und die Übungen vorbereitet und pünktlich um 9:30 erschienen dann unsere Workshop-Teilnehmer. Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde, spulten wir dann unser zweistündiges Programm ab. Die Teilnehmer waren sehr engagiert und begeistert von den Inhalten und am Schluss lobten sie auch noch mein Englisch und mein Auftreten :). Es hätte wohl nicht besser laufen können.

 

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur Wahl. Auch ich habe gewählt und zwar per Briefwahl. Da die Wahlkarte allerdings erst relativ spät hier angekommen ist, bin ich mir nicht sicher ob es meine Stimme rechtzeitig zurück nach Wien geschafft hat. Wenn ich so auf das Ergebnis schaue, dürfte meine Stimme jedoch irgendwo am Weg verschollen sein…

Abgesehen vom Ergebnis selbst, finde ich vor allem die Wahlbeteiligung zum Fürchten. 55% in Favoriten, 57% in Wien und 66% bundesweit halte ich für demokratiepolitisch bedenklich. An der Auswahl dürfte es diesmal ja wohl kaum gelegen sein. Von ganz rechts bis ganz links gab es ein breites Spektrum an Parteien denen man seine Stimme geben konnte, ob nach dem Prinzip des geringsten Übels oder aus Überzeugung. Im Zweifelsfall wäre sogar ungültig zu wählen eine Option. Alle die mit all diesen Optionen nicht glücklich sind weise ich natürlich gerne auf ihr passives Wahlrecht hin. Nichtwählen allerdings, führt zu dem immer gleichen Gesudere, Erstaunen und Entsetzen darüber wie “rechts” die Österreicher vermeintlich sind.

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