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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

5
July
2013
Bonfire & the Beach

Gestern fand ein weiters Welcome-Event statt, das so genannte Bonfire. Da dies allerdings erst am Abend begann nutzte ich die Zeit nach dem Enrolment um endlich einen Strom-Adapter und die Metro-Card zu besorgen und die Stadt ein bisschen zu erkunden. Die Metro-Card ist eine Art Vorteilskarte für das Bussystem in Christchurch. Es handelt sich dabei um eine Prepaid-Karte, mit der man pro Fahrt ca 25% spart, verglichen mit dem normalen Preis. Als ich die Karte und den Adapter gekauft hatte war ich bereits mehr als eine Stunde zu Fuß vom Apartment zur Mall und dann weiter zur Central Station unterwegs gewesen und wollte mit dem Bus zurückfahren um auch gleich die Karte zu testen.

Nach einem kurzen Blick auf die Karte wusste ich welche Linie ich nehmen musste und zum Glück war auch gleich ein Bus dieser Linie da. Nach ein paar Minuten Fahrzeit merkte ich jedoch, dass ich den Bus in die falsche Richtung genommen hatte…

Da ich aber sowieso keinen Stress hatte und die Umgebung ganz nett aussah, fuhr ich noch ein paar Stationen weiter bevor ich ausstieg, die Straßenseite wechselte und auf den Bus wartete. Da es ziemlich windig war wartete ich im Haltestellen-Häusschen. Nach ca einer Viertelstunde kam dann endlich der Bus, er blieb allerdings nicht stehen sondern raste an mir vorbei. Etwas verwundert sah ich ihm hinterher, bevor ich mich wieder dem Fahrplan widmete. In der rechten oberen Ecke stand da in gelber Schrift auf blauen Grund: “Please, signal the driver.” Das hätte ich wohl vorher lesen sollen. Nach ca 45 Minuten war mein Busabenteuer dann beendet und ich war wieder zurück im Apartment.

Ein Bonfire ist, wenn man Wikipedia glauben darf, vergleichbar mit den Feuern bei unseren Sonnwendfeiern. Um zu dem Ort des Bonfires zu gelangen trafen wir uns auf einem Parkplatz am Campus, wo wir dann einzeln aufgerufen und auf verschiedene Minivans aufgeteilt wurden. Diese Prozedur dauerte über eine Stunde, es ist eben nicht so leicht mehrere hundert Leute einzeln aufzurufen…

Nach rund 10 Minuten erreichten wir das Bonfire, welches eigentlich nur ein größeres Lagerfeuer war. Es gab auch wieder etwas zu essen, somit war der Abend gerettet.

 

Heute war der bis jetzt schönste Tag seit ich hier bin. Strahlend blauer Himmel mit bis zu 20 Grad. So stell’ ich mir Winter vor ;)! Carmen (meine Mitbewohnerin), Will (aus Seattle) und ich fuhren mit so einer Art Citybike von nextbike.co.nz zum Strand. Nachdem man sich registriert hat und die NZ$4 Gebühr bezahlt hat, kann man sich diese Bikes ausleihen. Im Office der Ilam Apartments bekommt man einen Gutschein mit dem die Ausleihgebühr entfällt.

New Brighton Pier

New Brighton Pier

Mit einem Stadtplan und ein bisschen Proviant bewaffnet machten wir uns also auf zum Strand. Nach mehreren kürzeren Stops zwecks Orientierung erreichten wir unser Ziel nach ca 1 1/2 Stunden. New Brighton, so heißt der Stadteil in dem der Strandabschnitt liegt den wir besuchten, befindet sich im Osten von Christchurch und wirkt wie ein Vorort der Stadt. Zuerst wanderten wir auf dem Pier herum und beobachteten die Fischer und die, sie umgebenden, Möwen.

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Danach spazierten wir eine Zeit lang am Strand entlang, bevor wir wieder zu unseren Rädern gingen um die Landzunge weiter in Richtung South New Brighton zu fahren. Dort spazierten wir dann durch die so genannte Spit Reserve, eine Art Landschaftsschutzgebiet am Ende der Landzunge.  Von der Spitze der Landzunge hatte man einen eindrucksvollen Blick auf die andere Seite der Bucht, wo man eine nach dem Erdbeben abgefallene Felswand sieht. Am oberen Ende der Wand sieht man einige Häuser, ein paar davon scheinen noch intakt zu sein, einige sind jedoch in der Mitte auseinander gerissen worden als sich der Hang löste. Ein beeindruckender Beweis für die Kräfte der Natur, die hier am Werk gewesen sind.

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Am Rückweg fuhren wir dem Sonnenuntergang entgegen und nach einem kurzen Stop bei Pak’nSave in der Riccarton Mall, einer Shopping Mall in der Nähe der Uni und der Apartments, kamen wir erschöpft und zufrieden wieder zuhause an.

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