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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

9
July
2013
First classes, fried bread and mid-year orientation

Das Semester hat begonnen. Ich hatte gestern 5 von 9 meiner Vorlesungsstunden (in den nächsten Wochen kommen dann noch ein paar Tutorials dazu). Der erste Kurs war ECON224 Economics and Current Policy Issues. Die Vorlesung fand in einem kleinen Hörsaal im Forestry Department statt, da das Commerce-Gebäude durch das Erdbeben stark beschädigt wurde und derzeit (noch immer) renoviert wird. Die gepolsterten Sitze waren zwar, im Vergleich zu den WU-Sitzen, sehr bequem, sie schienen jedoch für Hobbits gemacht worden zu sein. Der Vortragende schien sehr begeistert von seinem Fach und von Daten und sein Stil lässt auf einen interessanten Kurs hoffen, der Aufwand, speziell für die Reading Assignments dürfte aber wohl nicht zu unterschätzen sein. Die Uhr in diesem Hörsaal könnte mich in den Wahnsinn treiben jede Minute wird durch ein mechanisches Klicken der Zeiger eingeläutet, dadurch vergeht die Zeit nicht gerade schneller…

Der zweite Kurs am gestrigen Nachmittag war MGMT208 Principles of Leadership. Obwohl ich erst eine Einheit davon hatte traue ich mich jetzt schon zu sagen, dass das der beste Kurs ist den ich jemals hatte! Grundsätzlich besteht der Kurs aus zwei Teilen: einem Theorie-Teil und einem Praxis-Teil. Im Theorie-Teil werden uns Skills begeibracht und wir bekommen einen Theorie-Input. Im zweiten Teil gehen wir dann in 4er Gruppen in lokale NGOs, die hauptsächlich mit dem Wiederaufbau der Stadt nach dem Erdbeben beschäftigt sind und bringen den Verantwortlichen dort die erlernten Skills bei. Klingt nach einem Abenteuer und einer einmaligen Möglichkeit sich in die Community einzubringen und die Stadt, ihre Bewohner und das Lebensgefühl hautnah zu erleben. Ich würde mir wünschen, dass wir etwas Ähnliches auch bei uns hätten.

Nach einer kurzen Einleitung und Beschreibung was uns in dem Kurs erwartet und wie sich die Note zusammensetzt hatten wir dann auch gleich die erste Theorie-Einheit. Der Vortrag war einer der faszinierendsten und inspirierendsten den ich jemals gehört habe. Alles in allem freue ich mich schon riesig auf diesen Kurs.

 

Nachdem ich heute bis Mittag geschlafen habe :), ich war wohl ziemlich erschöpft von den ereignisreichen letzten Tagen, ging ich mit Carmen, Sarah und Will zum Maori Student Center, um zu lernen wie man Fried Bread macht. Das Rezept ist ziemlich einfach: Mehl, Zucker, Hefe und Wasser zu einem Teig verkneten, in handliche Stückchen schneiden und dann fritieren. Das Ergebnis sind goldbraune süß-fettige Weckerl, die man dann mit Ahornsirup, Schokolade, Butter oder Schlagobers ist. Ein Essen für die schlanke Linie ;)

Danach bin ich noch ein bisschen über den Campus spaziert bevor ich dann meine erste und einzige Vorlesung für diesen Tag hatte, ECON105 Introduction to Macroeconomics. Diese Lehrveranstaltung findet im größten Lecture Theatre statt, im Hörsaal C1 der Central Lecture Theatres. Von der Größe her ist es vergleichbar mit dem Audimax der “alten” WU, allerdings sind die Sitze bequem und verglichen mit denen in F3 auch nicht ganz so niedrig und mit etwas mehr Beinfreiheit versehen. Die Vorlesung selbst war ein bisschen langweilig, da wirklich bei den Basics begonnen wird, das wird sich wohl in den nächsten Wochen ändern.

Am späten Nachmittag fand dann die Mid-year Orientation statt. Ein Event um neue Studenten, Kiwis und Internationals zu begrüßen und um Fragen zu beantworten. Dazu gab es noch ein paar lustige Spiele und Pizza. Am Abend fand dann ein Pub-Quiz im Common Room der Ilam Apartments statt. Mein Team bestand aus Kiwis (Ruben, Morgan, Morgan, Kate), Schweden (Mimmi, Astrid, Klara, Jon), Cami (Usa), einer Französin (ja ich kann mir wirklich keine Namen merken…), Carmen und mir. Long story short, wir haben das Ding gewonnen!

Der Preis war ein 100$ Gutschein für Pizza! Das heißt, dass wir in den nächsten Tagen mal richtig groß Pizza essen gehen werden. Das muss sich jetzt so anhören als würde ich mich nur von Pizza ernähren. Der Eindruck täuscht allerdings.

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