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Wo soll's denn hingehen?

12
July
2013
Kaiserschmarrn, Tramping Club and the City Center

Am Mittwoch war Will’s Geburtstag. Nachdem wir ihm schon mehrmals von Kaiserschmarrn erzählt haben und eigentlich schon nach unserem ersten Wanderausflug einen machen wollten, beschlossen wir, dass wir ihm zu seinem Geburtstag einen Kaiserschmarrn machen. Da ich noch nie für 10 Leute Kaiserschmarrn gemacht habe schlug ich noch schnell im Internet die Mengenangaben nach und dann konnte es auch schon losgehen.

12 getrennte Eier, 750g Mehl, 100g Zucker, etwas Salz, ein paar Rosinen und eine halbe Stunde später stand dann ein flaumiger, gold-gelber köstlicher Kaiserschmarrn am Tisch. Obwohl wir schon so oft vom guten Kaiserschmarrn geschwärmt hatten schienen die Erwartungen erfüllt worden zu sein, jedem aus der buntgemischten Gruppe aus Amerikanern, Kanadiern, Deutschen und Österreichern schmeckte es ausgezeichnet.

Mit vollem Magen machten wir uns dann später am Abend auf den Weg zum Meeting des Tramping Clubs. Das Meeting fand in einem der provisorischen Räume am Campus statt. Nach einer kurzen Einführung in die Aktivitäten des Clubs, haben wir uns dann für den Club und auch gleich für den ersten Trip, welcher an diesem Wochenende stattfindet, angemeldet. Insgesamt waren dafür 35$ fällig (20$ Mitgliedsbeitrag, 15$ Trip-Kosten für Transport und Unterkunft). Danach gings zurück in unser Apartment wo wir dann Will’s Geburtstag ausklingen ließen.

Am Donnerstag hatte ich keine Vorlesungen und entschied mich das schöne Wetter zu nutzen um die Stadt ein bisschen zu erkunden. Dazu lieh ich mir wieder ein Fahrrad aus und fuhr ins Stadtzentrum. Ganz in der Nähe der Central Bus Station befindet sich die Container Shopping Mall, ein nach dem Erdbeben, aus Schiffscontainern, provisorisch errichtetes open-air Einkaufszentrum.
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Neben Souvenirshops gibt es dort auch Bankfilialen, Cafes, Modegeschäfte, kleine Imbisse und eine Buchhandlung. Alle diese Geschäfte sind in den bunt bemalten, teils übereinander gestapelten Containern untergebracht. Der Großteil der Geschäfte hat jedoch nur eine Ebene und besteht dafür aus mehreren Containern.
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Auch wenn in der improvisierten Shopping Mall reges Treiben herrscht, so kann dies nicht über den Zustand des Stadtzentrums hinwegtäuschen. Teile des Stadtzentrums sind noch immer gesperrt und in jedem Block finden sich Häuser die entweder eingestürzt sind, abgerissen wurden oder aufgrund ihrer schweren Schäden noch abgerissen werden müssen. Die einsturgefährdeten Häuserfronten werden zumeist durch Container abgesichert, um vorbeigehende Passanten vor herabfallendem Schutt zu schützen.
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Besonders hart hat es dabei vor allem die historischen Gebäude getroffen, so zum Beispiel auch die Christchurch Cathedral, am zentral gelegenen Cathedral Square. Der Kirchturm wurde beim Erdbeben zur Hälfte zerstört und bei einem Nachbeben dann auch noch das berühmte Rose Window. Aufgrund der schweren Schäden hat die Stadt entschieden die Kathedrale komplett abzureissen.
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Obwohl es ein bisschen deprimierend ist, die unglaubliche Zerstörung zu sehen, die das Erdbeben verursacht hat sowie die Tatsache, dass mehr als zwei Jahre später noch immer Teile des Stadtzentrums so aussehen als hätte die Erde erst gestern gebebt, so ist Christchurch doch eine wunderschöne, lebenswerte Stadt.
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