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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

14
July
2013
First Tramp in the Southern Alps

Am Samstag in der Früh versammelte sich eine kleine wanderfreudige Gruppe am Parkplatz vor The Foundry, um zu einem Wanderwochenende aufzubrechen. Neben dem Nebel und dem leichten Nieselregen, gab es noch weitere unerfreuliche Nachrichten: eine Teilnehmerin, die auch ihr Auto zur Verfügung gestellt hätte, musste leider absagen. Aus diesem Grund mussten wir uns zu 11. mit unseren elf Rucksäcken in einen 10-Sitzer-Van quetschen.
Nach zweieinhalb Stunden fahrt errreichten wir dann unser Ziel in den neuseeländischen Alpen. Dort angekommen musst wir zuerst den Beginn des Wanderpfades suchen. Da uns dies nicht sofort gelang, wir aber wussten in welche Richtung wir mussten, entschieden unsere beiden Führer vom Tramping Club, dass wir erstmal querfeldein maschieren. Nachdem wir dann einige Höhenmeter später endlich den Pfad erreichten mussten wir feststellen, dass dieser mit stacheligem Gestrüpp überwachsen war. So ging es also querfeldein auf Trampelfpfaden, welche anscheinend von Schafen genutzt werden, mehr oder weniger parallel zum Wanderpfad weiter in Richtung unseres Ziels.
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Dem schmalen, teils schneebedeckten, matschigen Pfad zu folgen gestaltete sich schwieriger als erwartet, noch dazu musste immer wieder stacheliges Gestrüpp umkurvt werden. Nach einiger Zeit erreichten wir dann allerdings einen Abschnitt des Pfads, der leichter zugänglich war, so dass wir die atemberaubende Aussicht genießen konnten.
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Nach einer kurzen Mittagspause, bei der wir weiterhin die wunderschöne Landschaft und den Sonnenschein genießen konnten, ging es dann weiter unserem Ziel entgegen. Nach weiteren Problemen den Pfad zu finden, entschlossen wir uns einen anderen, kürzeren und vermeintlich leichteren Weg zur Hütte einzuschlagen. Nach einer weiteren Stunde kamen wir dann zur Schlüsselstelle unserer Wanderung, dem Broken River. Dieser Fluss und ein paar hundert Meter Fußweg auf der anderen Seite trennten uns von unserem Ziel, der Avoca Homestead Hütte. Das Flußbett war an dieser Stelle ca. 60-70 Meter breit und der Fluss teilte sich in mehrere Arme auf. Der erste Arm war leicht zu durchqueren, er war nur ca. 5 Meter breit und etwa einen halben Meter tief.
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Die meisten von uns hatten noch nie einen Fluss überquert, deshalb gab es, in der Mitte des Flussbetts auf einer kleinen Insel, ein paar Sicherheitshinweise, was es bei Flussüberquerungen so alles zu beachten gilt (Tiefe, Fließgeschwindigkeit, Breite,…). Nach der kurzen Einführung und den leicht skeptischen Blicken der Führer bei der Suche nach einem geeigneten Punkt für die Querung, starteten dann ein paar von uns den ersten Versuch. Ich hielt mich da eher im Hintergrund, da ich keine Ambitionen hatte im Winter in einem Bergfluss abgetrieben zu werden ;). Die Gruppe schaffte es, wie schon befürchtet, nicht einmal bis zur Mitte des Flusses, bevor sie von der starken Strömung und der Wassertiefe (ca. 90cm) zur Umkehr gezwungen wurde.

Nach einem weiteren missglückten Versuch an einer breiteren Stelle des Flusses, entschieden wir uns dazu umzukehren und wieder nach Hause zu fahren. Es war mittlerweile nur noch ca. eine Stunde bis zum Sonnenuntergang und wir wollten es vermeiden, beim Versuch eine bessere Stelle für die Überquerung zu finden, von der Dunkelheit überrascht zu werden. So traten wir also den, im Vergleich zum Hinweg, kürzeren und leichter zu bewältigenden Rückweg an. Eine knappe Stunde und ca. 4-5 Kilometer in kalten, nassen Schuhen später erreichten wir dann wieder den Van. Nachdem wir unsere nassen Schuhe und Socken ausgezogen hatten und im Van saßen, machten wir uns an die für das Wochenende mitgebrachten Vorräte. Schließlich helfen Schokokekse auch gegen kalte Füße ;).
So ging die erste Wanderung in den Südalpen mit einem Abbruch zu Ende. Obwohl wir alle ein wenig enttäuscht waren, dass wir unser Ziel nicht erreichen konnten, so genossen wir doch den schönen Tag in den Bergen. Außerdem wird es in den nächsten Monaten noch genügend Möglichkeiten geben, Flüsse zu durchqueren und in Hütten zu schlafen.
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