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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

17
December
2013
Greenstone Country

Von St. Arnaud ging es wieder per Autostopp in Richtung Westküste. Das Ziel waren die Gletscher (Franz Josef und Fox). Es dauerte jedoch ewig, bis wir aus St. Arnaud heraus kamen. Ganze sechs Stunden standen wir am Straßenrand in der prallen Sonne ohne, dass auch nur ein einziges Auto anhielt.
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Ein Israeli erbarmte sich schließlich unser und brachte uns zur Highway-Kreuzung. Dort ging es dann mit unserem Glück steil bergauf. Nach nur 10 Minuten hielt ein Auto mit zwei deutschen Lehrerinnen, die uns den ganzen Weg bis nach Greymouth mitnahmen, wo wir in einem Hostel übernachteten.

Am nächsten Tag versuchten wir dann endlich bis zu den Gletschern zu kommen. Unsere erste Fahrt brachte uns aber nur ein paar hundert Meter weiter und die zweite bis nach Hokitika. Dan, hieß unser Fahrer, der gemeinsam mit seinem Hund Trooper und einem rießigen Greenstone in seinem dunkelgrünen Minivan nach Hokitika unterwegs war. Er war Maori und erzählte uns ein bisschen etwas von Maori Mythen und über Maori Geschichte. Wir kamen auf das Thema Greenstone zu sprechen und darauf, dass ich daran interessiert bin einen Greenstone Anhänger zu kaufen.

Begeistert davon erzählte er uns, dass er einen Freund in “Hoki” habe, in dessen Atelier man Greenstone selbst bearbeiten könne. Er bot uns an dorthin zu bringen und 15 Minuten später trafen wir auch schon Steve, den Besitzer von “Bonz and Stonz”.

Nach einer kurzen Überlegungsphase und einer Tour durchs Atelier fingen wir dann an unsere eigenen Stücke zu designen. Zuerst wird das Design auf ein Blatt Papier aufgezeichnet, danach mit einem wasserfesten Stift auf den Stein übertragen und dann gehts auch schon los. An diversen Schleifmaschinen wird der Stein dann in die endgültige Form gebracht. Ich entschied mich ein simples Toki zu machen, während Sarah einen Twist machte. Abhängig von der Komplexität der Arbeit gestaltet sich sowohl die Arbeitszeit als auch der Preis, der natürlich auch von der Größe abhängt.
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Ich war mit meinem Stück nach rund 5 Stunden fertig. Nach dem Schleifen und Polieren wird dann noch die Schnur geflochten und mit Steves Hilfe habe ich das Toki dann noch im klassischen Stil daran befestigt. Da Sarah noch nicht fertig war als das Atelier schloss, kamen wir am nächsten Morgen wieder zurück. Die Nacht verbrachten wir in einem Hostel namens “Drifting Sands”, wo wir im Garten unser Zelt aufstellen konnten. Am Abend gingen wir dann noch zu einem Platz, wo man Glühwürmer sehen konnte, diesmal konnte ich auch Fotos machen.
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Am nächsten Morgen gingen wir dann wieder zurück ins Atelier. Ich machte einen Spaziergang, während Sarah an ihrem Twist arbeitete. Als ich zurück kam hatte sie gute Neuigkeiten. Sie war fertig und Dan, der uns am Vortag hergebracht hatte, machte sich etwas später auf den Weg nach Queenstown und willigte ein uns mit nach Wanaka zu nehmen.
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So bekamen wir also eine Mitfahrgelegenheit für die rund 8 stündige Fahrt nach Wanaka, auf der wir mehr über Dan, sein Leben und über Maori-Geschichte erfuhren.

So nah liegen Freud und Leid beim Autostoppen bei einander. An einem Tag steht man 6 Stunden in der Sonne ohne, dass auch nur ein Auto hält und am anderen Tag bekommt man eine einzige Fahrt quer durch die Südinsel.

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