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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

18
October
2013
Kepler Track and Milford Sound

In Te Anau angekommen, kauften wir die Hut-Tickets für die Hütten am Kepler Track, mein Hut Pass hat dafür gegolten, womit ich mir insgesamt $45 erspart habe. Danach brachten wir unser Auto in eine Werkstatt um den Scheibenwischer reparieren zu lassen und Beth fuhr uns dann zum Anfang des Kepler Tracks.

Es regnete noch immer ein bisschen und die 15km zur ersten Hütte gestalteten sich teilweise ein bisschen schlammig. Etwas mehr als drei Stunden später erreichten wir aber die erste Hütte, Marahau Hut, die mit über 30 Schlafplätzen mehr als nur groß genug für uns Acht war.

Am nächsten Morgen wurden wir unsanft geweckt. Ein Hubschrauber landete direkt neben der Hütte und ein paar Arbeiter stiegen aus. Wir machten uns zunächst nicht viele Gedanken und blieben in unseren Schlafsäcken liegen. Nach ein paar Minuten stieg uns allerdings ein unglaublich abscheulicher Gestank in die Nasen. Die Plumpsklos wurden geleert. Kurz nach den Arbeitern erreichten auch ein paar Hut-Wardens die Hütte. Es stand der Frühjahrsputz an, da Ende Oktober die Hauptsaison anfängt und massenhaft Touristen erwartet werden.
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Nach einem schnellen Frühstück, verließen wir die Hütte und machten uns auf den Weg zur etwa 15km entfernten Iris Burn Hut. Der Weg führte weiterhin durch Buchen- und Farnwälder, deren Moosbewachsene Stämme das ganze wie einen Dschungel aussehen ließ. Nach einer kurzen Mittagspause ca. auf halben Weg, wanderten wir dann durch mehr dschungelähnliche Wälder, bevor wir den Big Slip erreichten. Der Big Slip ist eine Ebene, die durch eine Mure, vor rund dreißig Jahren entstanden ist. Nach heftigen Regenfällen wurde eine Fläche von zig Fußballfeldern begraben.
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Nach einem Gruppenfoto im nächsten Waldstück gingen wir dann die letzten 20 Minuten zur Hütte, die wir gegen 17 Uhr erreichten. Ein australisches Paar war vor uns angekommen und machte gerade Tee. Wir teilten die Hütte mit ihnen, was bei mehr als 40 Schlafplätzen nicht wirklich schwer war.
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Am nächsten Morgen stand die schwierigste Etappe des Keppler Tracks an. Ein insgesamt mehr als 1000 Höhenmeter langer Aufstieg. Das australische Paar war schon aufgebrochen als wir gegen 9 Uhr aufstanden. Nachdem wir gefrühstückt und alles zusammengepackt hatten war es 11 Uhr und wir machten uns auf, den anstrengendsten Tag dieser Wanderung hinter uns zu bringen. Auf halben Weg des Aufstiegs begegneten uns die Australier und schilderten uns, dass auf dem Grat bis zu Hüfthoher Schnee liegt. Er wollte weitergehen, während sie sich das nicht zutraute.

Wir entschieden, uns selbst einen Blick von der Situation zu verschaffen und marschierten weiter. Am Grat angekommen war es sehr stürmisch und es begann zu schneien. Beth, Gabe, Sarah und Lauren wollten umdrehen, Will und Heiko waren jedoch schon bei weitem außer Hörweite. Ich ließ also meinen Rucksack bei den anderen zurück und versuchte die beiden einzuholen. Ich begann zu laufen, während der Schnee immer tiefer und der Wind böiger wurde. Nach knapp 15 Minuten hatte ich die beiden eingeholt die bereits kurz vorm Hanging Valley Shelter waren, einem Unterstand an dem wir unsere Mittagspause machen wollten. An diesem Punkt war der Schnee bereits kniehoch.

Ich besprach die Situation mit ihnen und wir drehten um. Etwas mehr als 3 Stunden nachdem wir aufgebrochen waren, waren wir wieder zurück bei der Hütte. Auch die Hut Wardens hatten die Hütte schon erreicht um mit dem Frühjahrsputz zu beginnen.

In der Hütte besprachen wir, wie wir zurück zum Auto gehen wollen, die Optionen waren, ein langer Tag oder den selben Weg zurück, also zuerst zur Marahau Hut und von dort aus dann zum Parkplatz. Wir entschieden uns für den langen Tag, allerdings mit einer kleinen Abwandlung. Wir entschieden zu einem anderen Parkplatz zu gehen, der 9km näher war, blieb nur noch die Frage wie wir wieder zum Auto kommen. Ich entschied schneller als die anderen zurück zu gehen und die letzten 9km zu laufen um die anderen vom näheren Parkplatz abzuholen.

Am nächsten Tag brachen wir gegen 10 Uhr auf, nachdem die Hut Wardens schon ungeduldig wurden und den Hauptraum reinigen wollten. Nach drei Stunden erreichte ich die Marahau Hut, machte eine kurze Pause und ging die nächsten 5km bis zur Brücke, die zum Parkplatz führt. Dort ließ ich meinen Rucksack zurück und rannte die letzten 9km zum Parkplatz. Nach insgesamt 32km erreichte ich diesen dann und fuhr das Auto zum anderen Parkplatz um den Rest der Gruppe abzuholen.
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Von dort fuhren wir dann zur Werkstatt, holten unser Auto ab und fuhren in Richtung Milford Sound. Am Weg dorthin hielten wir an den Mirror Lakes, in denen sich bei Windstille, die Berge dahinter spiegeln. Die Fahrt dorthin gehört wohl zu den atemberaubendsten in der Welt. Ja ich weiß ich lehne mich da weit aus dem Fenster, unzählige Wasserfälle, die von beiden Seiten hinunterstürzen unterstützen aber meine Aussage.
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Am Sound angekommen, ein Sound ist so ähnlich wie ein Fjord, die Entstehung ist jedoch unterschiedlich, war ich dann jedoch etwas enttäuscht. Das Wetter war zwar schlecht, aber selbst bei gutem Wetter denke ich, dass Milford Sound, eine gehypte Touristenattraktion ist. Nach einem kurzen Fotostopp fuhren wir dann zurück nach Te Anau, aßen zu Abend und machten uns auf eine fünfstündige Fahrt nach Dunedin.
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