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Der Blog über mein Auslandssemester in Neuseeland ist noch immer hier.

Wo soll's denn hingehen?

29
October
2013
Routeburn Track or “Imagine this in good weather”

Am Donnerstag , kurz nach 7 Uhr brachen Beth, Heiko und ich auf eine lange Reise nach Queenstown auf. Der Plan: per Autostopp nach Queenstown und dort Gabe, Sarah und Will treffen um dann am nächsten Tag den Routeburn Track (einen der neun Great Walks) zu beginnen.

Für die erste Etappe unserer nahmen wir den Bus um aus der Stadt zu kommen und eine bessere Position zu finden um die Daumen hinauszustrecken. Bis nach Rolleston nahmen wir den Bus und nur etwas mehr als 15 Minuten später hielt dann auch schon das erste Auto. Ein Vertreter für Pumpen und Landwirtschaftsequipment nahm uns mit bis kurz vor Ashburton. Er war ursprünglich aus Australien, zog mit seiner Frau aber vor ein paar Jahren nach Christchurch. Was ihm an Neuseeland am besten gefällt? Hier kann man billig Golf spielen. Anscheinend hat Neuseeland die meisten Golfplätze pro Person. Neben Golf galt seine Leidenschaft Basketball. Als früherer Spieler und Trainer, unter anderem der Mädchen Auswahl von New South Wales, reist er auch heute noch von Turnier zu Turnier. Nach rund 20 Minuten ließ er uns dann an einer kleinen Straßenecke direkt am Highway aussteigen. Da wir nicht allzu weit von Ashburton entfernt waren entschieden wir einfach weiterzugehen während wir auf die nächste Mitfahrgelegenheit warteten.

Keine fünf Minuten später drehte ein Kleinbus neben uns um und bot an uns bis nach Ashburton mitzunehmen. Der Fahrer war ein Bauarbeiter, der auf dem Weg zu einem Job in Ashburton war. Neben Werkzeug hatte er auch seinen Hund dabei. Er erzählte uns von seinen Reisen in die USA, Canada, Mexiko, Vietnam, Thailand, Tansania und Simbabwe. In Afrika sah er die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) und saß mit Gorillas im Dschungel.

In Ashburton angekommen standen wir wieder direkt am Highway, der direkt durch die 16.000 Einwohner Stadt führt. Es war sonnig und der Wind blies uns Staub in die Augen als wir lange Zeit vergeblich auf eine weitere Mitfahrgelegenheit warteten. Nach einer Stunde ohne, dass eines der hunderten Autos stehen blieb, entschieden wir uns aufzuteilen. Heiko versuchte sein Glück alleine, während ich bei Beth blieb. Wir zwei gingen den Highway ein bisschen entlang und suchten nach einem guten Platz. Eine weitere Stunde verging und ich bekam eine SMS von Heiko, er war bereits auf dem Highway 79, der in Richtung Lake Tekapo, Lake Pukaki und Mount Cook führt. Es geschah immer wieder, dass Autos langsamer wurden, wir begannen schon zu hoffen, doch dann bogen sie in eine der Einfahrten ein, die zu beiden Seiten von uns waren.

Nach etwas mehr als zwei Stunden, wir begannen uns schon Alternativen für das Wochenende zu überlegen, hielt dann tatsächlich ein Auto. Ein Pärchen aus Dunedin das gerade auf dem Rückweg aus Christchurch war, wo sie die Tickets für ihre anstehende Europareise abholten. Auch sie hatten einen Hund dabei. Wir hatten es der Frau zu verdanken, dass sie stehengeblieben waren, da sie selbst in Australien Auto gestoppt hat und sich deshalb in uns hineinversetzen konnte. Ihre Geschichten vom Autostoppen klangen wie aus einem schlechten Horrorfilm. Mit LKW Fahrern mit Pythons im Führerhaus und zweifelhaften Angeboten als “Bezahlung” fürs Mitnehmen. Es klang nicht so als sei Autostoppen in Australien eine Option. Etwa 15 Minuten später waren wir dann an der Kreuzung der Highways 1 und 79 angekommen, wo sie uns ausstiegen ließen.

Anders als der Highway 1, der die Nord-Süd-Verbindung auf der Südinsel ist, ist der Highway 79 weit weniger befahren. Zu unserer Überraschung dauerte es kaum mehr als 10 Minuten, bevor das geschätzt fünfte Auto stehen blieb. Eine Account-Managerin aus der Weinbranche nahm uns mit ins 15km entfernte Geraldine, wo sie einen Termin hatte. Sie war gerade aus Auckland nach Christchurch gezogen und beruflich in Canterbury unterwegs. Wie es der Zufall so will hatte sie auch ein Geschichte über Österreich zu erzählen. Sie war als Au-pair am Neusiedler See, wo sie, anders als ihre Freundin, bei einer sehr netten Familie lebte und viel in Europa herumreiste. Im 2.200 Seelendorf ließ sie uns dann aussteigen und wir gingen zur Ortsausfahrt, wo wir auf die nächste Mitfahrgelegenheit warteten.

Wir hatten kaum die Rucksäcke abgelegt, als auch schon ein Auto hielt. “I teach” stand auf der Nummerntafel und ein Mann mit grauen Haaren und einer orangenen Sonnenbrille stieg aus. Er war Mitte bis Ende sechzig Jahre alt und hielt auf seinem Weg nach Tekapo in Geraldine, um sich einen Wollsweater zu kaufen, da Geraldine anscheinend dafür bekannt ist. Er sagte er könne uns bis nach Tekapo bringen, müsse aber Fairlie einen ca. halbstündigen Zwischenstopp einlegen. So stiegen wir ein und die Lehrstunde begann. Zuerst gab es eine Einführung in die Gegend in der wir uns befanden: McKenzie Country. Danach gab es eine Einführung in das neuseeländische Wahlsystem und einen Vergleich mit dem US-System, gefolgt von den wahren Hintergründen für den Irak und Afghanistan Krieg (nein, nicht Öl) und eine gründliche Beschreibung und Geschichte jedes zweiten Gebäudes in Fairlie. Dort machte er dann auch seine halbstündige Pause um ein paar Sachen zu erledigen bevor es dann weiterging in Richtung Tekapo. Nach einem weiteren kurzen Stopp in einem kleinen Dörfchen, in dem er gemeinsam mit anderen einige Gebäude restaurierte, kamen wir dann kurz nach 15 Uhr in Tekapo an, wo wir ausstiegen und er in die Therme fuhr.

Es lag noch eine rund dreistündige Fahrt bis nach Queenstown vor uns, wo die anderen schon im Hostel “Southern Laughter” auf uns warteten. Das Hostel war das gleiche wie bei unserem letzten Queenstown Besuch und so wussten wir, dass das Whirlpool bis 21 Uhr geöffnet hat. Das war unser Ziel des Tages, es ins Whirlpool zu schaffen. Dafür lagen wir gut in der Zeit, als wir uns in Tekapo am Straßenrand kurz vor der Ortsausfahrt positionierten.

Der Verkehr war ganz passabel und so erwarteten wir uns keine allzu lange Wartezeit bevor es dann in Richtung Whirlpool ging. Die Realität sah jedoch leider ganz anders aus. Die erste Stunde verstrich, kein Auto hielt an und wie in Ashburton lagen auch hier zwei Einfahrten in unserer direkten Umgebung. Eine führte zu der Therme, einem Eislaufplatz und einem Campingplatz und die andere führt zu einem Luxusresort. Rund 40% der Autos wurden langsamer und bogen in eine der beiden Einfahrten ein. Ein zutiefst enttäuschendes Gefühl, je mehr Zeit verstrich. Kurz bevor auch die zweite Stunde verstrich, ging ein Mitarbeiter des Resorts an uns vorbei und ließ uns wissen, dass vor ein paar Tagen ein Chinese hier vier Stunden gewartet hatte, um dann im Endeffekt keine Mitfahrgelegenheit zu finden und die Nacht in Tekapo zu verbringen. Unsere Stimmung wurde dadurch nicht gerade aufgehellt. Chinesische Touristen, die von ihren Luxusbalkonen Fotos von uns machten, halfen der Situation auch nicht zwingend. Die Erlösung kam dann nach etwas mehr Stunden, in Form von chinesischen Geschwistern und ihrem Mietauto. Die beiden waren früher an diesem Tag in Christchurch gelandet um hier einen zehntägigen Urlaub zu verbringen. Als sie uns sagten, dass sie unterwegs nach Queenstown wären, konnten wir unser Glück gar nicht glauben.

Überglücklich, erleichtert und mit einer Resthoffnung auf ein paar Minuten im Whirlpool, stiegen wir ein und die letzte Etappe unserer langen Reise begann. Ein paar Minuten nachdem wir gestartet waren, bekam ich eine SMS von Heiko, der mich fragte ob wir denn schon eine Mitfahrgelegenheit hatten und ob es noch einen Platz gäbe, da er schon seit einer Stunde bei der Abzweigung nach Wanaka, rund 45 Minuten vor Queenstown stand. Da wir bereits einen unserer Rucksäcke auf der Rückbank hatten, musste ich ihn leider enttäuschen. Die Fahrt gestaltete sich ein wenig mühsam, da er es nicht gewohnt war auf der linken Seite zu fahren und seine Position auf der Straße sehr linkslastig war. Dazu kam noch, dass er kaum schneller als 80 km/h fuhr, 20 km/h langsamer als erlaubt. In dieser Geschwindigkeit würden wir Queenstown wohl nie erreichen. Eine halbe Stunde später gab es jedoch eine unerwartete aber sehr willkommene Wendung. Nach einer Müdigkeitsbedingten Zigarettenpause fragte er, ob wir denn einen Führerschein hätten. Wir bejahten und erleichtert fragte er, ob denn einer von uns weiterfahren wolle. Ich willigte ein und so ging es von nun an in einem angemessenen Tempo in Richtung Whirlpool. Kurz nachdem ich zu fahren begann schliefen alle meine Fahrgäste ein. Nach einer WC-Suche kurz nach Cromwell kamen wir dann kurz nach 20:30 Uhr in Queenstown an. Nach der Suche des Hostels der Geschwister, kamen wir dann fünf vor neun bei unserem Hostel an. Mit dem Whirpool wurde es zwar nichts mehr, aber immerhin haben wir es per Autostopp die mehr als 400 km von Christchurch nach Queenstown geschafft. Nach einem Besuch bei Fergburger fiel ich dann noch vor Mitternacht totmüde ins Bett.

Der Plan für den nächsten Tag sah vor früh aufzustehen und per Autostopp von Queenstown über Glenorchy zum Anfang des Routeburn Tracks zu kommen. Die Realität verlief jedoch ganz anders als geplant. Wir standen nicht ganz so früh auf, dann mussten wir auch noch zum DOC-Office um die Huttickets, die die anderen am Vortag gekauft hatten umzutauschen, da sie sich in der Anzahl geirrt hatten. Kurz vor elf Uhr waren wir dann mehr oder weniger Abfahrtsbereit. Da wir die Chancen um diese Uhrzeit noch eine Mitfahrgelegenheit zu finden für eher gering hielten, erkundigten wir uns über die Kosten für einen Transport zum Anfang des Tracks. $50/Person waren uns dann aber doch ein bisschen zu teuer und wir schauten uns nach Alternativen Plänen fürs Wochenende um. Wir konnten jedoch keine passende Alternative finden und da unser Zeitbudget relativ eng war (Beth und Gabe mussten am Montag wieder in Christchurch sein), beschlossen wir, dass wir den Routeburn Track versuchen wollten, jedoch ohne den Caples- oder Greenstone-Track als Rückweg zu nehmen und dann vom Track Ende, wieder per Autostopp nach Te Anau zu gelangen. Durch den kürzeren Track hatten wir somit genügend Zeit um den ganzen Tag Auto zu stoppen und im Notfall auch eine Nacht in Glenorchy zu verbringen.

Wir teilten uns also in drei Zweiergruppen auf um leichter eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern und gingen zur Ortsausfahrt, die in Richtung des 45km entfernten Glenorchy führte. Wir verteilten uns am Straßenrand und stellten uns mit einigen hundert Metern Abstand auf. Das Wetter ließ zu wünschen übrig: es war windig und regnete leicht. Gabe und Beth wurden bereits vom zweiten Auto mitgenommen, es funktionierte wohl doch besser als befürchtet. Nach einer Dreiviertelstunde war es dann auch für Sarah und mich soweit.

Ein Auto hielt an und die Fahrerin fragte, ob wir denn nach “GY” unterwegs wären. Nach einer kurzen Nachfrage bejahten wir. “GY” ist anscheinend die Abkürzung für Glenorchy. Die Fahrerin war mehrfache Mutter und versuchte als Fotografin Fuß zu fassen. Auch von ihr bekamen wir ein paar Informationen über die Gegend, während wir uns ihrer Heimat näherten. In Glenorchy angekommen stiegen wir aus und stellten uns an der Kreuzung der Hauptstraße mit der Straße zum Routeburn Track auf, einer von zwei Kreuzungen in dieser “Metropole”. Uns fiel auf, dass es hier keine Spur von Gabe und Beth gab, sie waren also schon auf dem Weg zum Start des Tracks. Von hier trennten uns nur noch 26km von unserem Ziel. Im Zweifelsfall also ein Weg den man auch zu Fuß zurücklegen kann.
An diese Option mussten wir jedoch nicht einmal einen zweiten Gedanken verschwenden. Keine zehn Minuten vergingen, bevor ein australisches Pensionisten-Ehepaar umdrehte um uns mitzunehmen. “Come and get lost with us!” sagte der Mann als wir uns dem Auto näherten. Sie wussten nicht genau wohin sie wollten und so stimmten sie zu uns bis zum Start des Tracks zu führen. Sie erzählten, dass der Grund warum sie uns mitnahmen war, dass auch ihre Kinder die Welt bereist hatten und sie sich gewünscht hatten, dass andere das auch für ihre Kinder gemacht hätten. So eine Karma-Geschichte also. Zwanzig Minuten später erreichten wir den Parkplatz am Anfang des Tracks und verabschiedeten uns von den beiden.

Vom Parkplatz trennte uns eine eineinhalbstündige Wanderung von der ersten Hütte, der Routeburn Flats Hut, bei der wir uns alle treffen wollten, bevor wir zur, eine weitere Stunde entfernten, Routeburn Flats Hut aufbrechen wollten. Kurz vor 16 Uhr erreichten wir dann die erste Hütte, wo Gabe und Beth bereits auf uns warteten. Sie erzählten uns, dass ihr Fahrer ein Kalifornier war, der auch nicht genau wusste, wo er denn hin wollte und sie bis zum Parkplatz führte um eine Tageswanderung zu machen. Jetzt begann das Warten auf Will und Heiko, die als letzte Gruppe gestartet waren. Etwas mehr als eine Stunde, Hagel und Gewitter, später erreichten die beiden die Hütte. Sie erzählten uns, dass auch sie vom australischen Paar von Glenorchy zum Parkplatz gebracht wurden. Nach einer kurzen Pause brachen wir dann zur zweiten Hütte auf. Der Regen hat inzwischen ein bisschen nachgelassen und so war der Weg, trotz 400m Höhenmetern relativ angenehm. Eine knappe Stunde später kamen wir bei der zweiten Hütte an. Mit ihren 50 Schlafplätzen war sie gerade an der Baumgrenze gebaut worden, von wo aus sie einen tollen Blick in das Tal, aus dem wir gerade gekommen waren, bot.
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Außer dem Hutwarden waren auch vier andere Wanderer in der Hütte. Nach einigen Kartenspielen und einem guten Abendessen gingen wir dann relativ früh ins Bett, um am nächsten Tag eine lange Wanderung zur nächsten Hütte zu absolvieren. Draußen wurde das Wetter wieder schlechter und es begann zu stürmen und zu schneien.

Der nächste Tag begann wie der letzte geendet hatte: mit Sturm und Schnee, der dann in heftigen Regen überging. Wir entschieden uns den Tag in der Hütte zu verbringen, anstatt eine vier- bis sechsstündige Wanderung entlang eines ungeschützten Grats zu unternehmen. Wir spielten also den ganzen Tag Karten und heizten den Ofen an, um den riesigen Aufenthaltsraum wenigstens ein bisschen aufzuwärmen. Immer wieder kamen kleinere Gruppen von Wanderern, nass bis auf die Knochen, in der Hütte an. Manche gingen weiter, die meisten blieben jedoch in der Hütte. Bis zum Abend hatte sich die Hütte gut gefüllt und so teilten wir den Aufenthaltsraum mit rund zwanzig anderen Verrückten, die sich bei diesem Wetter in die Natur hinaus wagen. Gabe, Beth, Sarah und ich beschlossen am nächsten Tag umzukehren und wieder nach Christchurch zurückzukehren, während Will und Heiko, wenn es das Wetter zulässt, versuchen wollten die nächste Hütte zu erreichen.
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Am nächsten Morgen war die gesamte Umgebung schneebedeckt. Übernacht hatte es mindestens 20cm geschneit, und das auf ca. 600m Höhe. Will und Heiko beschlossen zur nächsten Hütte aufzubrechen und der Rest von uns machte nur einen kleinen Spaziergang zum nahegelegen Wasserfall, bevor wir dann zurück zum Parkplatz wanderten. Vom Parkplatz aus begann dann der schwierige Teil der Heimreise: eine Mitfahrgelegenheit nach Christchurch zu finden. 14 Autos standen am Parkplatz, es waren also ein paar Leute verrückt genug um bei diesem Wetter einen Ausflug hierher zu unternehmen.

Die ersten Leute kamen rund zehn Minuten nach uns zum Parkplatz. Wir fragten sie, ob sie denn zwei von uns nach Queenstown mitnehmen könnten und zu unserer Überraschung stimmten sie gleich zu. Das Ehepaar war aus Auckland und für das lange “Labour-Day” Wochenende hier. Sie hatten jedoch das Wetter unterschätzt und so fiel ihre Wanderung, zum Glück für uns, deutlich kürzer aus als geplant. Nach einem Tankstopp in Glenorchy und ein paar Tipps für Sehenswertes auf der Nordinsel, kamen wir etwas mehr als eine Stunde später in Queenstown an.

Dort machten wir uns auf die Suche nach einem Mietauto. Glücklicherweise gibt es im Stadtzentrum von Queenstown rund zehn Autovermietungen. Sarah und ich klapperten also die Autovermietungen ab, während wir auf eine Nachricht von Gabe und Beth warteten, ob sie denn schon eine Mitfahrgelegenheit bekommen hatten. Zehn Autovermietungen, Absagen und lächerliche Angebote ($240/Tag) später fanden wir dann endlich ein Auto. Für $94 inkl. Vollkaskoversicherung konnten wir also den Heimweg antreten. Kurz nachdem wir das Auto hatten meldeten sich auch schon Gabe und Beth; sie waren bereits in Queenstown. Wir stoppten noch ein letztes Mal bei Fergburger, bevor wir uns dann auf die sechsstündige Heimfahrt machten.

Autofahren gehört im Allgemeinen nicht zu den spannendsten Angelegenheiten auf dieser Welt, sechs Stunden Automatikgetriebe sind aber der Gipfel der Langeweile. Wie dem auch sei, kurz nach 22 Uhr kamen wir dann endlich in Christchurch an. Das war Vorgestern. Gestern erfuhr ich dann, dass Will und Heiko dann doch umdrehen mussten. Somit war unsere Entscheidung wohl die richtige. Nach dem Kepler Track war dies nun der zweite Greatwalk, dessen tolle Ausblicke uns durch Wolken, Regen und Schneefall verborgen blieben. “Imagine this in good weather.” war deshalb einer der meistgesagten Sätze des vergangen Wochenendes.

 

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